Du hast das Recht, gehört zu werden Du hast das Recht, gehört zu werden

3 Forderungen

Das deutsche Gesundheitssystem, das Sozialsystem und das Asylsystem in Deutschland erzeugen Ängste und Stress. Sie üben Druck auf die Menschen aus und beeinträchtigen so ihre Gesundheit, wenn sie sich bereits in einer prekären Situation befinden. Das Ausfüllen von Formularen, die Beantragung von Hilfsmitteln, Medizinprodukten, Therapien und Dienstleistungen, die Bearbeitung von Anträgen, die Delegation von Zuständigkeiten zwischen verschiedenen Stellen und die Überschreitung von Fristen überfordern die Nutzerinnen und Nutzer von Gesundheitsleistungen.

Wir fordern:

  • Beschwerdestellen in allen Einrichtungen des Gesundheitssystems. Diese Stellen müssen mit mehr Personal, mehr finanziellen Mitteln und mehr Macht ausgestattet werden, um antidiskriminatorische Maßnahmen und Veränderungen auf allen institutionellen Ebenen wirksam durchzusetzen.
  • umgehend groß angelegte Forschung über die gesundheitsbezogenen Auswirkungen von Diskriminierung im Gesundheitswesen, wie Sexismus, Rassismus, Behindertenfeindlichkeit, Klassismus, Diskriminierung von Trans, nicht-binären und intersex Personen sowie den Überschneidungen aller Formen von Diskriminierung.
  • Gremien, die Forschung in Auftrag geben und Antidiskriminierungsmaßnahmen auf allen Ebenen der Gesundheitsversorgung in Deutschland entwickeln.

Die Forderungen wurden kollektiv erarbeitet und basieren auf den Interviews mit den folgenden Initiativen:

<Platz da!> ist eine Inititaive für inklusive Kultureinrichtungen und bietet barrierefreie Kulturvermittlungsformate an.
Als Trans* Aktivistin, Bildungsreferentin und DJ unterläuft Mine das Cistem. Mine hat Szenische Kunst studiert, ist Teil von female:pressure, dem Bundesverband Trans* und hält Vorträge und Workshops zu Antidiskriminierung und Machtkritik.
Women in Exile ist eine Initiative von geflüchteten Frauen, die sich 2002 in Brandenburg zusammen gefunden haben, um für ihre Rechte zu kämpfen.