Du hast das Recht auf eine Gesundheits-versorgung, die ihre Geschichte anerkennt Du hast das Recht auf eine Gesundheits-versorgung, die ihre Geschichte anerkennt

4 Forderungen

Die Konzepte von Gesundheit und Wohlbefinden im deutschen Gesundheitssystem berücksichtigen nicht die Geschichte und Kontinuität von Kolonialisierung, Rassismus, Klassismus, Behindertenfeindlichkeit, und Diskriminierung von LGBTQIA+ Personen. Indem sie Konzepte und Normen von sogenannten gesunden Körpern und Psychen durchsetzen, verursachen sie Schäden in Familien, Identitäten und Körpern. Die Auswirkungen einer unbewältigten Geschichte von Gewalt und fortdauernder Diskriminierung auf die körperliche und seelische Gesundheit sind nicht ausreichend erforscht und anerkannt.

Wir fordern:

  • die Finanzierung von unabhängig und kollektiv organisierten Räumen, Ansätzen und Praktiken zur Heilung, die generationenübergreifende Traumata miteinbeziehen.
  • Forschungs- und Studieninstitute, die Gesundheitsansätze entwickeln und anwenden, die intergenerationale Verarbeitungsprozesse und gesundheitliche Gerechtigkeit berücksichtigen.
  • die Verbesserung traumainformierter medizinischer Ansätze.
  • die Bereitstellung solcher Dienste für alle, insbesondere für marginalisierte und gefährdete Gruppen.

Die Forderungen wurden kollektiv erarbeitet und basieren auf den Interviews mit den folgenden Initiativen:

<Platz da!> ist eine Inititaive für inklusive Kultureinrichtungen und bietet barrierefreie Kulturvermittlungsformate an.
Als Trans* Aktivistin, Bildungsreferentin und DJ unterläuft Mine das Cistem. Mine hat Szenische Kunst studiert, ist Teil von female:pressure, dem Bundesverband Trans* und hält Vorträge und Workshops zu Antidiskriminierung und Machtkritik.
Women in Exile ist eine Initiative von geflüchteten Frauen, die sich 2002 in Brandenburg zusammen gefunden haben, um für ihre Rechte zu kämpfen.