Die Konzepte von Gesundheit und Wohlbefinden im deutschen Gesundheitssystem berücksichtigen nicht die Geschichte und Kontinuität von Kolonialisierung, Rassismus, Klassismus, Behindertenfeindlichkeit, und Diskriminierung von LGBTQIA+ Personen. Indem sie Konzepte und Normen von sogenannten gesunden Körpern und Psychen durchsetzen, verursachen sie Schäden in Familien, Identitäten und Körpern. Die Auswirkungen einer unbewältigten Geschichte von Gewalt und fortdauernder Diskriminierung auf die körperliche und seelische Gesundheit sind nicht ausreichend erforscht und anerkannt.
Wir fordern:
- die Finanzierung von unabhängig und kollektiv organisierten Räumen, Ansätzen und Praktiken zur Heilung, die generationenübergreifende Traumata miteinbeziehen.
- Forschungs- und Studieninstitute, die Gesundheitsansätze entwickeln und anwenden, die intergenerationale Verarbeitungsprozesse und gesundheitliche Gerechtigkeit berücksichtigen.
- die Verbesserung traumainformierter medizinischer Ansätze.
- die Bereitstellung solcher Dienste für alle, insbesondere für marginalisierte und gefährdete Gruppen.