In Deutschland sind Ärzt*innen und Chefärzt*innen überwiegend weiß, nicht sichtbar behindert und sozial privilegiert. Strukturell rassistische Berufsempfehlungen lenken Migrant*innen und BIPoC in prekärere Berufe im Gesundheitswesen, wie z. B. Pflegekräfte, Krankenschwestern und Servicepersonal. Klassistische und weiße Privilegien in Gesundheitsberufen werden weitergegeben, wodurch Medizin ein elitäres Berufsfeld bleibt, das Macht, Geld und Status anhäuft.
Wir fordern:
- die rassistischen, ableistischen, sexistischen und klassistischen Strukturen in den Gesundheitsberufen müssen aufgebrochen werden.
- Analyse und Abschaffung der unsichtbaren klassenbedingten Zugangsbarrieren wie unbezahlte Praktika, hohe Zugangsbarrieren zum Medizinstudium wie begrenzte Studienplätze (N.C.) und teure Ausstattung.
- Abschaffung von ableistischen Zugangsbarrieren wie hoher Leistungsdruck, unvereinbare Anforderungen und Arbeitszeiten.
- Quoten und Stipendienprogramme für Schwarze Menschen, People of Colour, Indigene, Rom*nja und Sinti*zze sowie Menschen mit Behinderungen und andere marginalisierte Gruppen.
- einfache und unkomplizierte Anerkennung von Berufsabschlüssen aus anderen Ländern.
- Reform der Ausbildung und der Lehrpläne im Gesundheitswesen.
- Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten, um Menschen in medizinischen Ausbildungsberufen den Weg in Führungspositionen zu eröffnen.