Du hast das Recht, von diversem medizinischen Personal versorgt zu werden Du hast das Recht, von diversem medizinischen Personal versorgt zu werden

7 Forderungen

In Deutschland sind Ärzt*innen und Chefärzt*innen überwiegend weiß, nicht sichtbar behindert und sozial privilegiert. Strukturell rassistische Berufsempfehlungen lenken Migrant*innen und BIPoC in prekärere Berufe im Gesundheitswesen, wie z. B. Pflegekräfte, Krankenschwestern und Servicepersonal. Klassistische und weiße Privilegien in Gesundheitsberufen werden weitergegeben, wodurch Medizin ein elitäres Berufsfeld bleibt, das Macht, Geld und Status anhäuft.

Wir fordern:

  • die rassistischen, ableistischen, sexistischen und klassistischen Strukturen in den Gesundheitsberufen müssen aufgebrochen werden.
  • Analyse und Abschaffung der unsichtbaren klassenbedingten Zugangsbarrieren wie unbezahlte Praktika, hohe Zugangsbarrieren zum Medizinstudium wie begrenzte Studienplätze (N.C.) und teure Ausstattung.
  • Abschaffung von ableistischen Zugangsbarrieren wie hoher Leistungsdruck, unvereinbare Anforderungen und Arbeitszeiten.
  • Quoten und Stipendienprogramme für Schwarze Menschen, People of Colour, Indigene, Rom*nja und Sinti*zze sowie Menschen mit Behinderungen und andere marginalisierte Gruppen.
  • einfache und unkomplizierte Anerkennung von Berufsabschlüssen aus anderen Ländern.
  • Reform der Ausbildung und der Lehrpläne im Gesundheitswesen.
  • Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten, um Menschen in medizinischen Ausbildungsberufen den Weg in Führungspositionen zu eröffnen.

Die Forderungen wurden kollektiv erarbeitet und basieren auf den Interviews mit den folgenden Initiativen:

<Platz da!> ist eine Inititaive für inklusive Kultureinrichtungen und bietet barrierefreie Kulturvermittlungsformate an.
Als Trans* Aktivistin, Bildungsreferentin und DJ unterläuft Mine das Cistem. Mine hat Szenische Kunst studiert, ist Teil von female:pressure, dem Bundesverband Trans* und hält Vorträge und Workshops zu Antidiskriminierung und Machtkritik.
Women in Exile ist eine Initiative von geflüchteten Frauen, die sich 2002 in Brandenburg zusammen gefunden haben, um für ihre Rechte zu kämpfen.